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Wann ist Magnetresonanz-Mammographie sinnvoll?

Die MR-Mammographie ist das empfindlichste Untersuchungsverfahren der Brust. Aufgrund der geringen Spezifität (Fähigkeit, einen Befund als bös- oder gutartig ein-zuordnen) bleibt ihr Einsatz bisher auf spezielle Problemfälle begrenzt. Sie kann eine Mammographie nicht ersetzen. Die MR-Mammographie kommt in folgenden Situationen - in Ergänzung zu den anderen Verfahren zum Einsatz:

  • mammographisch, sonographisch und ggf. bioptisch unklarer Befund
  • bei Silikonimplantaten, insbesondere nach Brustkrebs
  • Differenzierung zwischen Vernarbungen nach Tumorentfernung und Bestrahlung; dabei ist ein Abstand zwischen Operation und Untersuchung von mindestens 6 Monaten,
  • nach Bestrahlung von 12 Monaten, einzuhalten. (In Einzelfällen kann die MRM schon früher sinnvoll sein)
  • vor brusterhaltender Operation zum Ausschluss eines versteckten zweiten Tumorherdes
  • Ausschluss eines zweiten Tumors in der gegenseitigen Brust
  • zur Therapiekontrolle bei neoadjuvanter Chemotherapie

© 2008 by Radiologisches Institut Koblenz Hohenzollernstraße