Virtuelle Koloskopie
Die "virtuelle Koloskopie" ist eine neue Methode zur Früherkennung von Darmkrebs. Das Verfahren kommt ohne Eingriff aus, da die Aufnahmen nicht – wie bei einer herkömmlichen Darmspiegelung – von einem Endoskop geliefert, sondern mit hochmoderner Computertechnik erstellt werden.
Während der Patient für ca. 20 Sekunden den Atem anhält, entstehen mittels einer Computertomographie (CT) ultraschnell etwa 500 hochauflösende Bilder. Diese werden nach der Untersuchung zu einem dreidimensionalen Datensatz verarbeitet, so dass sich der Arzt virtuell, wie in einem Flugzeug, durch den Darm bewegen kann.
Mit dem Untersuchungsverfahren lassen sich Polypen (Schleimhautvorwölbungen), die als Krebsvorstufe gelten, ab ca. 5 mm zuverlässig, ab 3 mm zu 90 % erkennen. Zugleich können auch außerhalb des Darms gelegene Strukturen wie benachbarte Lymphknoten und die Oberbauchorgane wie Leber, Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse betrachtet werden.
Das Radiologische Institut Hohenzollernstraße Koblenz führt die Untersuchung mit einem sog. 64-Zeilen-CT durch. Ein Gerät, das dreidimensionale CT-Aufnahmen in höchster Auflösung liefert und somit eine optimale Bildqualität ermöglicht.
Die „virtuelle Koloskopie“ ist insbesondere für Patienten eine Alternative, bei denen eine herkömmliche Darmspiegelung aus anatomischen Gründen nicht möglich ist oder aus anderen Gründen abgelehnt wird. Die Untersuchung ist besonders für Personen über 55 Jahre geeignet.
Für eine virtuelle Coloskopie muss der Darm, wie bei der herkömmlichen Darmspiegelung, völlig entleert werden.
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen die Ärztinnen und Ärzte des Radiologischen Instituts gerne zur Verfügung.


