CT-gesteuerte Radiofrequenzablation (RFA)
und Mikrowellenablation
Die Radiofrequenzablation (RFA) und Mikrowellenablation sind ein relativ neues Verfahren zur Behandlung von Tumoren und Metastasen. Die Methoden kommen zur Anwendung, wenn mit einer konventionellen Operation das Tumorgewebe nicht entfernt werden kann, eine Operation aufgrund der Begleitumstände zu risikoreich ist und andere Behandlungsverfahren keinen therapeutischen Erfolg zeigten.
Bei der so genannten Ablation werden Zellstrukturen der Tumorzellen durch Temperatureinwirkung zerstört. Dazu wird eine Sonde mit mehreren Elektroden in das erkrankte Gewebe eingeführt und – ähnlich einem Schirm – aufgespannt. Die exakte Platzierung der Sonde im Tumor erfolgt mittels computertomographischer Steuerung. Durch die Einleitung elektrischer Energie (Mikrowellen) wird das Gewebe um die Elektroden auf ca. 90 Grad Celsius erhitzt und das Tumorgewebe verkocht. Die gesamte Behandlung erfolgt in mehreren kleinen Schritten. Nach Abschluss der Behandlung werden die Elektroden in die Nadel zurückgezogen und der Einstich-Kanal mit Hilfe der Thermoelektrode verkocht. Durch diese Art der Versiegelung wird sichergestellt, dass keine Tumorzellen in den Kanal verschleppt werden können.
Der Eingriff wird unter Kurznarkose durchgeführt. Patientinnen und Patienten können nach der Aufwach- und Überwachungsphase (ca. sechs Stunden) die Praxis wieder verlassen. Körperliche Anstrengungen sollten an diesem Tag vermieden werden.
Wir gehören bundesweit zu den wenigen Praxen, die eine RFA ambulant durchführen.
Die Entscheidung, ob eine RFA durchgeführt werden kann, wird in enger Abstimmung mit Ihren behandelnden Ärzten getroffen und hängt von der Tumorgröße, der Tumorlage und dem Gewebe, welches den Tumor umgibt, ab.


