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CT des Rückenmarkskanals (Myelo-CT)

Die Myelographie ist ein radiologisches Verfahren zur Darstellung des Rückenmarkskanals. Sie erlaubt eine bildliche Darstellung des Rückenmarks mit den es umgebenden Strukturen (Nervenwasser, Hirnhaut). Krankhafte Veränderungen wie z.B. Bandscheibenvorfälle, Raumforderungen oder Missbildungen können hiermit nachgewiesen werden. In den meisten Fällen wird die Untersuchung durch eine Computertomographie (Myelo-CT) ergänzt.

Zur Durchführung der Untersuchung wird der Rückenmarkskanal mit einer dünnen Nadel unter örtlicher Betäubung punktiert. Dies kann entweder am Hals, unmittelbar unterhalb des Hinterhauptes oder in Höhe der Lendenwirbelsäule erfolgen

Durch die Nadel wird zunächst eine kleine Probe des Nervenwassers (Liquor) entnommen, anschließend wird ein jodhaltiges Kontrastmittel in das Nervenwasser eingespritzt. Nach Entfernung der Nadel werden Röntgenaufnahmen des erkrankten Wirbelsäulenabschnitts in verschiedenen Positionen angefertigt. Nach den Röntgenaufnahmen wird meist die Computertomographie angeschlossen. Eine erneute Kontrastmittelgabe ist nicht mehr erforderlich.

Mögliche Komplikationen der Untersuchung sind gelegentlich Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit. Diese bilden sich jedoch schnell zurück. Schwerwiegende Komplikationen wie Überempfindlichkeitsreaktionen des Herz-Kreislaufsystems oder des Nervensystems sowie Rückenmarksverletzungen sind außerordentlich selten.

Die Vorteile des Verfahrens liegen in der übersichtlichen und detaillierten Darstellbarkeit des Rückenmarkskanals. Das Verfahren wird häufig zur Operationsplanung, z.B. vor Bandscheibenoperationen, eingesetzt.

© 2008 by Radiologisches Institut Koblenz Hohenzollernstraße