Schnellster und strahlungsärmster CT in Betrieb
Zahlreiche Medienvertreter kamen anlässlich der CT-Einbringung zum Pressegespräch ins Radiologische Institut. - Juraschek Pressebild
Am Institut geht der landesweit schnellste und strahlungsärmste CT für Patienten in Betrieb
Juni 2010. Das Radiologische Institut Koblenz Hohenzollernstraße hat einen in Rheinland-Pfalz einzigartigen Computertomographen in Betrieb genommen. Das Gerät setzt in der Diagnostik und Patientenfreundlichkeit völlig neue Maßstäbe: Schneller als je zuvor nimmt das System selbst kleinste anatomische Details auf und benötigt dabei nur einen Bruchteil der Strahlendosis bisheriger Geräte.
Dr. Schenk und Dr. Steil vom Institut sowie Dr. Bieber und Edgar Eiser (rechts) von Siemens erläuterten die Besonderheiten des CT. - Juraschek Pressebild
„Wir freuen uns, als erstes und bisher einziges Institut in Rheinland-Pfalz diese geradezu bahnbrechende Innovation in der medizinischen Diagnostik einsetzen zu können“, so die beiden Fachärzte für diagnostische Radiologie, Dr. med. Sebastian Steil und Dr. med. Jochen Schenk bei der Vorstellung des Gerätes. Das Besondere an dem Computertomographen „Somatom Definition Flash“ von Siemens ist seine extrem kurze Aufnahmezeit. „Im Vergleich zu herkömmlichen CT-Geräten minimiert sich zum Beispiel die Zeit für eine Herzuntersuchung von ungefähr zehn Sekunden auf weniger als eine halbe Sekunde. Ganzkörperuntersuchungen sind innerhalb von 4 bis 5 Sekunden möglich“, erläutert Dr. Steil vom Radiologischen Institut Hohenzollernstraße.
Untersuchungszeit ist kürzer als ein Herzschlag
Die neue Technik des CT - eine Kombination breiter Detektoren, ultraschneller Tischgeschwindigkeit und kurzer Rotationszeit der Röntgenröhren – macht es möglich, in nur 75 Millisekunden 128 Bilder aufzunehmen. „Damit ist das Gerät schneller als der Herzschlag und wir erhalten bewegungsfreie Bilder mit noch besserer diagnostischer Aussagekraft“, erklärt Dr. Bernt Bieber, Divisionsleiter beim Gerätehersteller Siemens Healthcare. Mittels verschiedener Programmeinstellungen könne bei Herzuntersuchungen nun sogar auf die Verabreichung von Medikamenten wie z.B. Betablocker verzichtet werden.
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Sensationelle Absenkung der Strahlendosis
Durch die extrem kurzen Untersuchungszeiten sind die Patienten zugleich erheblich weniger Röntgenstrahlen ausgesetzt. „Der Strahlenschutz für die Patienten war für uns einer der Hauptgründe für diese Investition“, so die Ärzte des Radiologischen Instituts. Erreichte man bei einer Herzuntersuchung mittels CT bisher Dosiswerte von durchschnittlich acht bis fünfzehn Millisievert (mSv), reduziere sich dieser Wert auf weniger als ein Millisievert. (Zum Vergleich: Die durchschnittliche Strahlenbelastung eines Menschen beträgt in Deutschland ungefähr 4,2 mSv im Jahr.)
Der Computertomograph erlaubt damit als einziges Gerät den Einsatz nicht-invasiver kardiologischer Diagnoseverfahren als Routineanwendung bei gleichzeitig geringster Strahlenbelastung.
CT erleichtert die Untersuchung für Patienten
Das neue Gerät erleichtert aber auch das Untersuchungsprocedere selbst: Patienten mit Lungenerkrankungen, die sich oft schwer tun, die Luft länger anzuhalten, aber auch Tumorpatienten, ältere Menschen, Patienten mit Angst und vor allem Kinder könnten, ohne den Atem anhalten zu müssen, in Sekundenbruchteilen untersucht werden. Auf eine medikamentöse Ruhigstellung bzw. Vollnarkose könne so gerade bei Kindern verzichtet werden. „Selbst wenn diese darin rumzappeln“, merkt Dr. Schenk an, „erhalten wir durch die extrem kurzen Untersuchungszeiten gestochen scharfe Bilder.“
Gerät steht Patienten aller Kassen zur Verfügung
„Der neue Computertomograph gilt hinsichtlich der Strahlenreduktion, Untersuchungsdauer und Bildschärfe als Meilenstein“, unterstrich Edgar Eiser, Leiter der Siemens Niederlassung Koblenz bei der Geräteeinbringung. „Deshalb freuen wir uns ganz besonders, dass dieses hoch innovative CT-Gerät nun in der Hohenzollernstraße in Betrieb geht.“
Der Computertomograph steht allen Patientinnen und Patienten des Radiologischen Instituts Koblenz zur Verfügung, egal welcher Kasse sie angehören.





