Mitarbeiterinnen in Gewaltprävention fit gemacht
Radiologisches Institut Koblenz holte sich für Sicherheitsschulung erfahrene Kampfsport-Experten und Präventionstrainer ins Haus
Teilnehmerinnen des Radiologischen Instituts Koble mit den Sicherheits- und Präventionstrainern Robert Bruchof (4.v.links) und Hakan Gerhardts (5.v.links).
Ungewöhnliche Wege ging das Radiologische Institut Koblenz im Rahmen einer Schulung. In Zusammenarbeit mit einem ausgebildeten Präventionstrainer und Sicherheitsexperten machte die Gemeinschaftspraxis ihre Mitarbeiterinnen in aktiver Gewaltprävention fit. „Frauen können ganz unterschiedlichen Gefahrensituationen ausgesetzt sein: Sei es nach der Arbeit abends im Parkhaus, auf dem Nachhauseweg oder bei der Freizeitgestaltung. Als Arbeitgeber wollen wir hier der Sicherheit präventiv Vorsorge leisten“, macht der Initiator Dr. med. Sebastian Steil die Intention des Angebotes deutlich.
Für die Schulung holte sich das Institut den professionell ausgebildeten Sicherheitsexperten Hakan Gerhardt sowie den Präventionstrainer und Diplom-Sozialarbeiter sowie Kampfsportexperten Robert Bruchof in die Hohenzollernstraße. Sie führten mit den Mitarbeiterinnen ein speziell auf Frauen abgestimmtes Gewalt-Präventionsprogramm durch. „Das Erkennen und Meiden von Gefahren, sowie eine für Frauen entwickelte Abwehrtechnik bei Übergriffen stehen bei diesem Training im Mittelpunkt“, so Robert Bruchof, der 1995 den Präventionspreis der Polizei für ein Projekt zum Schutz älterer Mitbürger vor Kriminalität erhielt. Wichtig dabei sei, dass das Training an den potentiellen Gefahrenorten stattfinde, wie zum Beispiel in der Tiefgarage, auf dem Bahnhofsgelände, an Plätzen mit sozialem Brennpunkt. „Nur so verinnerlicht sich das Ganze und kann in einer Gefahrensituation auch Monate oder Jahre später noch abgerufen werden“, erklärt Bruchof, der viele Erfahrungen aus seiner langjährigen Arbeit in der Jugend- und Sozialarbeit in das Programm einfließen ließ.
Für die rund 20 Teilnehmerinnen des Radiologischen Instituts Koblenz war das Training mit vielen Aha- und Lerneffekten verbunden. Sie erhielten psychologische Einblicke in die Persönlichkeitsstruktur potentieller Täter, lernten, wie man bereits im Vorfeld Aggressoren erkennen und Gefahren vermeiden kann: z.B. keine Kuscheltiere im Auto, die auf eine weibliche Halterin schließen lassen oder nicht mit weißer Handtasche durch die Nacht gehen, da davon eine Signalwirkung ausgehen kann. „Ich war vor allem erstaunt, wie man einen Täter mit wenigen Handgriffen außer Gefecht setzen kann. Als Frau hat man nach dem Training wirklich das Gefühl, auf mögliche Gefahren viel besser vorbereitet zu sein“, bringt eine Kurs-Teilnehmerin ihre positiven Erfahrungen am Ende des Kurses auf den Punkt.
Wer sich für das Gewaltpräventionsprogramm für Frauen bzw. Kinder und Jugendliche interessiert, kann sich bei Robert Bruchof unter 0171 / 5280302 oder bei Hakan Gerhardt www.euro-security24.de informieren.




