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Stereotaktische Biopsie der Brust



Stereotaktische Biopsie der Brust

Die stereotaktische Biopsie ist ein ergänzendes, innovatives Diagnoseverfahren zur Abklärung von Brusttumoren. Es gibt Befunde, insbesondere kleine verdächtige Mikroverkalkungen, die in der Mammographie angezeigt werden, aber auf dem Ultraschall nicht sichtbar sind. Gewebeproben mussten deshalb bis vor Kurzem in einer Operation unter Vollnarkose mit vorhergehender Markierung entnommen werden. Seit September 2004 besteht am Institut die Möglichkeit, die meisten dieser Fälle ambulant mit Lokalbetäubung zu biopsieren.

Anhand stereotaktischer Aufnahmen der Brust von zwei Seiten, steuert der Computer eine Nadel präzise in den verdächtigen Bereich. An verschiedenen Stellen wird unter Vakuum Gewebe in die Nadel eingesaugt (Vakuumstanzbiopsie) und mit einem Messer abgetrennt. Für diesen Eingriff ist nur ein drei bis vier Millimeter großer Schnitt notwendig, der nicht einmal genäht werden muss. Die anschließende Untersuchung des Gewebes im Pathologischen Institut liefert wichtige Hinweise, um eine eventuell notwendige Operation genau zu planen.

Die stereotaktische Brustbiopsie ist ein minimal invasiver Eingriff und führt bei Patientinnen kaum zu Beeinträchtigungen. Man kann anschließend Auto fahren, sollte jedoch größere Anstrengungen am Untersuchungstag vermeiden. Bei Schmerzen ist in der Regel eine Einnahme von 500 mg Aspirin ausreichend.

Das histologische Ergebnis wird nach 4 bis 5 Arbeitstagen dem überweisenden Gynäkologen mitgeteilt.

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